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Heldrunger Waldschlösschen

von Paul Hoffmann


Am Waldschlösschen beim Schmückewirt,
saß ich als Kind so gern.
Bei Fliegerbier und heißer Wurst,
mit meinem alten Herrn.


Als junger Bursch' beim Erntekranz,
war ich dort oft zu Gast.
Zum Kaffeeklatsch und Maientanz,
mit junger Liebeshast.


Als reifer Mann mit Kind und Frau,
im Garten ich hier saß.
Bei frischer Luft und weitem Blick,
trank ich so manches Maß.

Man traf sich auch mit Freunden hier,
aus Nah' und aus der Fern.
Der Wirt und auch die Wirtin schier,
verwöhnten uns so gern.


Jetzt war ich wieder einmal dort,
doch Tür und Tor war'n zu.
Die Wirtsleut' gingen beide fort
zur allerletzten Ruh'.


Geblieben ist die schöne Sicht,
hier lief ich gerne rauf.
Vergessen kann'st du sowas nicht,
im Waldschlösschen - war man zu Haus.

Aus der Geschichte des Waldschlösschens

1904 wurde das Waldschlösschen, das schon immer Gaststätte war, von der Familie Forstreuter gekauft.

Die goldenen 20iger Jahre und später:
Laut Erzählungen unserer älteren Generation fanden in den 20er Jahren vom Frauenverein Heldrungen Versammlungen statt. Auch die Leute aus der Umgebung vergnügten sich bei Musik und Tanz am Wochenende nach getaner harter Arbeit in diesem Hause. Für Spaziergänger war es ein schöner Ort zu verweilen. Draußen, unter hohen Bäumen, standen Tische und Stühle. Bei schönem Wetter konnte man dort, bei einem Glas Fliegerbier, Fassbrause, oder Kaffee und Kuchen - vor allem Fischbrötchen oder Bockwurst - die Zeit zur Entspannung finden.

Für Kinder war es ideal. So zum Beispiel am 1. Juni (dem internationale Kindertag) spielten Kinder die Hauptrolle: Wettrennen, Eierlaufen, Sackhüpfen, Kletterstange ... Das Walsschlösschen war der ideale Anziehungspunkt.


Nach dem 2. Weltkrieg wurde das Waldschlösschen zur Quarantänestation umgewandelt. Hauptsächlich wurden dort Flüchtlinge, die neu angekommen waren und unter ansteckenden Krankheiten litten, behandelt.

Im Jahr 1984 schloss das Waldschlösschen für immer seine Pforte.

Leider ist das Heldrunger Waldschlösschen zur nicht mehr existierenden Geschichte geworden, es wurde abgerissen.
Ein Verweilungs-, Ruhe- und Entspannungsplatz, den man heute nicht mehr findet.

Der Fischteich


In der Nähe des Waldschlösschens befindet sich der Fischteich.
Umgeben von hohen Bäumen ist der Ort idyllisch gelegen und bietet für manchen Wanderer eine Stelle zum Ausruhen. Im Winter wurde früher die zugefrorenen Eisdecke des Fischteiches zum Schlittschuhlaufen genutzt.
Im Frühjahr 1999 wurde der Teich vom Schlamm und vielen Verunreinigungen befreit. Bänke wurden zum Verweilen und Ausruhen aufgestellt.

Schließung des Waldschlösschens 1984

(Foto aus dem Jahr 1998)

Die Ziegelei hinter dem Waldschlösschen

Die Ziegelei (nicht mehr ersichtlich) bestand schon seit sehr langer Zeit.

Wann sie eröffnet wurde ist leider nicht bekannt.
Sie war vor ein paar hundert Jahren erstmals dort errichtet und nach dem 30-jährigen Krieg (1618-1648) zerstört worden. Danach wurde sie wieder aufgebaut. Das gleiche Schicksal widerfuhr im 7-jährigen Krieg (1756-1763).
Im Jahr 1833 wurde die Ziegelei erneut wieder aufgebaut.

Forstreuters erwarben die Ziegelei mit dem Waldschlösschen. Sie stellten bis 1920/1922 gebrannte Steine für die Bevölkerung her.
Danach wurde sie abgerissen. Der Grund und Boden wurde wieder Nutzland und für landwirtschaftliche Zwecke verwendet.