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 » De rohen Kleeße

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De rohen Kleeße

von Elfriede Fensel


Jeden Sunntag, s’es schon immer so jewesn,

gabs rohe Kleeße zum Mittagessen.


Egal zu welch’n Fleisch, nur nich zu Fisch,

kam rohe Kleeße off’n Tisch.


Damets an Sunntagfrieh schneller gehe sollt,

wurd’n schonne an Sunnomdomd de Kartoffel ussen Keller jeholt.


Se worden jetzt schonne jewaschen un jeschält

un in e Emmer met kol’n Wasser gestellt.


N’ Sunntagfrieh gehts nich so späte ussn Nest,

denn jetzt wern de Kartoffeln jeremm un de Masse jepreßt.


S’ Pressen, das is ne wahre Schingerei,

denn de Masse muß ganz un gar forzdrockene sei.


Heiße Millich, Kartoffel- oder Grießbrei wird nunne zujefiert,

un das ganze wird dichtch umjeriert.


Kleeße formt me jetzt scheene rund,

se kenn ruich groß sei, so wie e halwes Fund.


E Stickchen Bretchen gemmt noch in de Mette,

so wars schonne beid’n ohln Lieten Sitte.


De Kleeße därfen in Toppe jetzt nich koche, se missen ziehe,

bis ‘de hochgumm us d’r Briehe.


Zufrieden sitzt dann de Familie beim Essen,

d’r Schunk un de Arweit die sin vergessen.


Un Karel strahlt froh an sinne Rese:
“Gelle, nächst’n Sunntag giwwets wedder rohe Kleeße!”


Awwer jetzt is das Kleeßekochen gar nich schwer,

Me nimmt schnelle e Bittel Kloßmehl her.


Ja, ja de jungen Wiewer von hiete

die machen Kleeße nur noch us d’r Tiete!


Awwer ich bliewe dabei, au wenn so mancher lacht,

de Arweid mach’j m’r gerne,

denn handjemacht bliewet handjemacht!

Die rohen Klöße       (es reimt sich nicht mehr alles)

von Elfriede Fensel


Jeden Sonntag, es schon immer so gewesen,

Gab es rohe Klöße zum Mittagessen.


Egal zu welchen Fleisch, nur nicht zu Fisch,

kamen rohe Klöße auf den Tisch.


Damit es am Sonntagfrüh schneller geht,

wurden schon am Samstagabend die Kartoffel aus dem Keller geholt.


Sie worden jetzt schon gewaschen und geschält

und in einem Eimer mit kaltem Wasser gestellt.


Am Sonntagfrüh geht es nicht so spät aus dem Bett,

denn jetzt werden die Kartoffeln gerieben und die Masse gepreßt.


Das Pressen, dass ist eine wahre Schinderei,

denn die Masse muß ganz und gar furtztrocken sein.


Heiße Milch, Kartoffel- oder Grießbrei wird nun zugeführt,

und das ganze wird tüchtig umgerührt.


Klöße formt man jetzt schön rund,

sie könne ruhig groß sein, so wie ein halbes Pfund.


Ein Stückchen Brötchen kommt noch in die Mitte,

so war es schon bei den alten Leuten Sitte.


Die Kleeße dürfen im Topf jetzt nicht kochen, sie müssen ziehen,

bis sie hoch kommen aus der Brühe (Kloßwasser).


Zufrieden sitzt dann die Familie beim Essen,

Der Schunk und die Arbeit die sind vergessen.


Und Karl strahlt froh an seine Therese:
“Gelle, nächsten Sonntag gibt es wieder rohe Klöße!”


Aber jetzt ist das Klößekochen gar nicht schwer,

Man nimmt schnell einen Beutel Kloßmehl her.


Ja, ja die jungen Weiber von heute

die machen Klöße nur noch aus der Tüte!


Aber ich bleibe dabei, auch wenn so mancher lacht,

die Arbeit mach ich mir gerne,

denn handgemacht bleibt handgemacht!