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Schmücke-Grundschule


Entwicklung der Schulbildung (kurzer Auszug)


Im Jahr 1741 wurde in Heldrungen die "Schulpflicht" eingeführt. Unter anderem heißt es:
"Alle Kinder bis zum 12. bzw. 14. Lebensjahr haben ein gesamtes Kalenderjahr lang die Schule zu besuchen. Ausgenommen wird die Zeit, die notwendig ist zur Einbringung der Ernte."
Der Schulbesuch der Kinder wurde durch Zwangsmittel zur Pflicht.

Bis zum Jahre 1796 gab es in Heldrungen eine Knaben- und eine Mädchenschule. Jede hatte nur eine Klasse.
Die Schule war an der Stelle, wo damals das Haus des Oberpostschaffners Hebenstreit stand. Sie wurde 1815 von der Gemeinde an den Schmiedemeister Christoph Klingenstein verkauft und dieser richtete an dieser Stelle eine Schmiede ein.

Von 1847 - 1861 wurde eine gemischte Mittelklasse geführt.

Später kam eine gemischte Mittelklasse als Halbtagsschule für Kinder, die Nachmittags für ihre Eltern mitarbeiten mussten, dazu. Die Halbtagsschule wurde nach kurzer Zeit wieder abgeschafft, da sie sich nicht bewährte.

Im Jahr 1859 unterrichteten in Heldrungen 5 Lehrer unter der Leitung des Rektors Herrn Herdt.
1869 gab es 6 Schulklassen in Heldrungen. 1876 lehrten 6 Lehrer.

Im April trat erstmals eine Frau in den Schuldienst.
In der Zeit von 1889 -1928 leitete Rektor Rauschenbach die Schule Heldrungen.

Rektor Rauschenbach - Rektor der Volksschule bis 1928

Im Jahre 1896 kam Karl Nitschke als Lehrer nach Heldrungen. Seit 1927 ist er Konrektor, später wurde er Rektor und ging 1945 in den Ruhestand. Von Hemleben kam 1901 als Lehrer Hermann Poppe, im August 1929 wurde der Mittelschullehrer Kalle aus Hettstedt in sein Amt als Rektor eingeführt. Zu dieser Zeit wurden die gemeinsamen Interessen zwischen Kirche und Schule vertreten. Der Rektor musste Orgel spielen, den Kirchenchor leiten und Religionsunterricht geben.


 Nach dem 2. Weltkrieg 1945 kamen viele Flüchtlinge nach Heldrungen. Die Schule hatte 13 Klassen mit 571 Schülern und 10 Lehrern. Als Ausweichmöglichkeiten wurde in der damaligen Zeit der "Rote Hof" als Grundschule genutzt. So wurde er vor dem Abriss gerettet.
Nach und nach erfolgte eine Erweiterung der Klassenzimmer.

Im Jahre 1955 hielt die Jugendweihe ihren Einzug, sie bekam jedes Jahr mehr Zuspruch.

Ab September 1956 führte man den obligatorischen Werkunterricht ein. Ebenfalls wurde die "Zehnklassige Mittelschule" eingeführt.

Lehrerkollegium 1958

„Tag des Lehrers“

aufgenommen 1962 vor dem Ratskeller

Arbeitsgemeinschaft "Musik" / FDJ-Singegruppe, aufgenommen ca. 1980
In den Jahren 1947/48 begann der Aufbau des Schulchores

und gleichzeitig einer Instrumentalgruppe

durch den Musiklehrer Kurt Kelber.

Lehrerkollegium 1990

Geschichte des heutigen Schulgebäudes

Das Schulgebäude wurde im Jahre 1895 aus Sandstein gebaut.
Zunächst gab es vier Klassenräume. Die stabilen Metallträger und eiserne Stützsäulen erinnern noch an den Erstbau.

1925 erfolgte ein gleichgroßer Anbau mit den gleichen Sandsteinen. Der Anbau wird, bei genauer Betrachtung in der Mitte des Schulgebäudes, sichtbar.

Immerhin standen jetzt 8 Unterrichtsräume, ein Lehrerzimmer und ein Lehrmittelraum zur Verfügung. Gegenüber der Kirche befand sich ein Kantorat. Es wurde 1973 abgerissen und machte Platz für einen Schulerweiterungsbau, dem Sekretariat und Lehrerzimmer der staatlichen Regel- und Grundschule.

Ausserdem entstand als Anbau an diesem Gebäude ein Heizhaus, welches das alte in der Mitte des alten Sandsteinhauses ablöste. Der Kohleheizung folgte 1991 eine Modernisierung durch einen Brennofen für Ölfeuerung.

Seit 1998 befindet sich in Heldrungen die Grundschule (1. - 4. Klasse).


Am 20. Juni 2008 feierten mit einem Schulfest 220 Schüler, Lehrer, Eltern und zahlreichen Gästen die Namensgebung. Die Grundschule heißt nun "Schmücke-Grundschule".

Näheres im Button "Presse & Co. 2008".

Direktoren der Schule ab 1929

1929 bis 31.12.1954 Herr Kalle

1.1.1955 bis 31.8.1955 Herr Jahn

1.8.1955 bis 31.7.1966 Herr Trinks

1.8.1966 bis 31.7.1982 Herr Elbe

1.8.1982 bis 31.7.1986 Frau Wittmann

1.8.1986 bis 31.7.1990 Herr Engelhardt

1.8.1990 bis 31.7.1991 Herr Sackmann

          

Schulleiterin für die neu gegründete Grundschule:     

1.8.1991 bis 31.7.1998 Frau Nolle

     

Schulleiter für die neu gegründete Regelschule:     

1.8.1991 bis 31.7.1996 Herr Sackmann

     

Grundschule der Verwaltungsgemeinschaft "An der Schmücke"

seit 1.8.1998   Frau Landes

zur Grundschule              zur IBKM

"Thüringer Allgemeine" / Ausgabe Kyffhäuser Allgemeine vom 04.12.2015


Eine Schulnetzplanung ohne Kompromisse

SPD und Linke lehnen neuerliches Gesprächsangebot zur Grundschule Heldrungen ab und setzen die Schließung um. Kostendiskussion stand im Mittelpunkt

VON ANDREA HELLMANN


Sondershausen. Eine Schule geschlossen und Landrätin Antje Hochwind (SPD) von der eigenen Fraktion düpiert. Das ist das Fazit der Kreistagssitzung.


Von den Kindern, den Grundschülern in Heldrungen, war in der Debatte über die Änderung der Schulnetzplanung am Mittwochabend keine Rede. Einzig Rainer Scheerschmidt (VIBT), bislang nicht gerade als fesselnder Redner bekannt, brachte es dieses Mal auf den Punkt: „Es geht nicht mehr um unsere Kinder, sondern nur noch darum den Bildungsstand der Parteien durchzusetzen.“


Und die Stritten sich über mehr als eine Stunde über Finanzierung, Schülerzahlen und -prognosen, über Schulkonzepte und -formen, über Kubatur und Klassenstärke. Selbst der Elternwillen wurde angeführt, berücksichtigt wurde der, der vielen, die protestiert hatten, jedenfalls am Ende nicht.


Der Antrag von Landrätin Antje Hochwind, die sich bezeichnenderweise enthielt, fand die Mehrheit von SPD und Linke (TA berichtete). Somit wird Heldrungen ab dem kommenden Schuljahr Teil der Gemeinschaftsschule Oldisleben.


Es werden keine Einschulungen mehr vorgenommen, aber die Schüler sollen bis zum Ende ihrer Grundschulzeit in den bisherigen Klassenverbänden weiter unterrichtet werden. „Ein Sterben auf Raten“, nannte es Jörg Steinmetz (CDU).


Als Kompromiss hatte es Antje Hochwind in den vergangenen Wochen dargestellt, der den betroffenen Kindern helfen und ein Aufteilen auf die Gemeinschaftsschule Oldisleben verhindern sollte. Das war ihr Plan, so wird er umgesetzt.

Keine Einschulung mehr in die Schmücke-Grundschule


Glücklich wirkte sie darüber nicht. In ihrer Rede hatte sie angedeutet, dass die Diskussionen der vergangenen Wochen sie dazu bewogen hätten, noch einmal mit allen Beteiligten zu sprechen und ein Lösung zu suchen. Ein bemerkenswerter Satz. Mit der Absetzung des Tagesordnungspunktes wäre das möglich gewesen, das hatte sie angedeutet. Ihre Fraktion aber sei dagegen gewesen.


Die hätte die Schule wohl lieber gleich geschlossen. Den Eindruck, noch einmal über die Entscheidung von vor zwei Jahren nachzudenken, hatte man nie gemacht. Von unnötiger Aufweichnung der Schulnetzplanung war nicht bloß einmal im Vorfeld die Rede gewesen.


Bei deren Verabschiedung im Jahr 2013 sollte die Grundschule Heldrungen nach Oldisleben ziehen, wo für sie ein Anbau an die neue Gemeinschaftsschule geplant war. Die Stadt sprach sich dagegen und für eine eigene Schulträgerschaft aus. Nachdem das finanziell nicht tragbar war und der Anbau zum neuen Schuljahr fertig wird, stand Heldrungen nun wieder auf der Tagesordnung.


Inzwischen aber hatte die Schulkonferenz von Oldisleben eine Ausweitung der Gemeinschaftsschule ab der 1. Klasse beantragt und vom Kultusministerium genehmigt bekommen.


Man könnte auch von neuen Voraussetzungen sprechen, wenn Eltern keine Wahl mehr haben zwischen Grundschule und Gemeinschaftsschule.

Man muss aber nicht, das machte Torsten Blümel, Fraktionschef der Linken, deutlich. Es gebe keine neuen Fakten. Die Prognosen der Schülerzahlen, die die Eltern anzweifeln, wichen nur unwesentlich ab. Nun aber dränge die Zeit, die Eltern bräuchten Planungssicherheit, da ab 6. Dezember die Schulanmeldungen beginnen.


Dass man durchaus noch einmal reden kann, wenn die Schulenetzplanung ohnehin schon einmal vom Plan abweiche wie im Fall von Oldisleben, dafür setzte sich die CDU ein. Mit einem Gegenantrag, der den Erhalt der Schmücke-Grundschule zumindest einzügig vorsieht, hatte man sich bereits deutlich positioniert. Warum könne man den Eltern nicht die Wahl lassen, warum lasse man das bewährte Konzept mit der veränderten Schuleingangsphase mit Heldrungen sterben, fragte CDU-Fraktionschef Jens Krautwurst.


Eine Kostendiskussion zu führen beim Theam Schule, sei falsch. Worüber rede man, fragte er, über Betriebskosten für ein Gebäude, das durch ein Einzügigkeite weniger genutzt werde, über einen Hausmeister und eine Sekretärin?


Und er gab dem SPD-Fraktionschef Matthias Strejc noch den unmissverständlichen Hinweis mit, dass vielleicht auch Bad Frankenhausen noch einmal Hilfe beim Geolift benötige. Warum die SPD nicht das Angebot ihrer Landrätin angenommen habe, noch einmal vernünftig über das Thema zu reden, verstehe er nicht.


Um Geld drehte sich - nach kurzem Hinweis auf die bevorstehende Beigeordnetenwahl, die der CDU versprochen ist, die er sich aber kaum in einer solchen populistischen Besetzung vorstellen könne - auch Strejc Erwiderung. Schon 2013 habe man es sich mit der Schulnetzplanung nicht leicht gemacht angesichts der finanziellen Sorgen. Lasse man Heldrungen offen, bestehe Sanierungsbedarf von zwei Millionen Euro. Wenn man das Geld hätte, dann würde man keine Schule schließen, so Strejc. Aber man müsse irgendwo eben sparen. Darauf habe man sich 2013 geeinigt.

Aus der Geschichte

Sehr traurig, aber wahr:

Das Ende der Schmücke-Grundschule.