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Aus der Chronik "Spangenberg" über den Ort Braunsroda:

• Der Orden von Braunsroda


Der Ort Braunsroda wurde schon im 12. Jahrhundert, durch seine Zugehörigkeit zum Lazaritenorden bekannt.
Im Jahr 1231 schenkten die Herren von Heldrungen dem Orden die St. Cyriacikapelle zu Braunsroda.
Der Orden entwickelte sich so stark in Thüringen, dass es in Braunsroda zur Gründung einer "Comthurei" kam.
Im 15. Jahrhundert beginnt der Verfall des Ordens.
Es fehlten überall Mittel zur Krankenpflege und Wohltätigkeit.
Mit den Jahren zerfiel auch die Kapelle. So wurde am 22.11.1736 in Braunsroda eine neue St. Cyriacikapelle festlich eingeweiht. Am 6.1.1737 wurde das Erstemal der Gottesdienst in der neuen Kapelle gehalten.


• Schule in Braunsroda


Im Gespräch war die Schule bereits 1684 als Herzog Johann Adolph zu Weißenfels eine Genehmigung erteilte, eine Schule mit Wohnung zu bauen. Die Schule hat mit der Gründung des Trebrarischen Rittergut begonnen.
Die Kinder gingen nach Bretleben in die Schule. Da aber der Weg zu weit war, vor allem im Winter, holten sich die Dorfbewohner die Erlaubnis einen Privatlehrer nach Braunsroda zu holen. Der Lehrer zog von Haus zu Haus und unterrichtete die Kinder.
Der Lehrer musste Sonntags, wenn er frei hatte im Gesindehaus Gottesdienst halten. Auch der Zustand war nicht von langer Dauer.
So wurde eine Lehmhütte gebaut, die als Schule und Wohnung diente. Das Geld zum Bau der Schule wurde von den Einwohnern Braunsrodas und von Schenkungen des Herrn von Trebra aufgebracht.
Im Laufe der Jahre entstanden am Schulgebäude Abnutzungserscheinungen und sie befand sich in einem sehr schlechten Zustand. Entsprechend einer Weisung der Regierung wurde angeordnet, dass die größeren Kinder nach Bretleben und die kleineren Kinder nach Heldrungen eingeschult wurden.
Der Ort Bretleben weigerte sich die Kinder aufzunehmen. So setzte sich Herr Superintendent Nehmenz dafür ein, dass eine Schule in Braunsroda gebaut wurde und die Einweihung am 10.10.1858 erfolgte.

Gut und Ort Braunsroda - gestern & heute


Das Gut Braunsroda bewirtschaftet heute 230 ha im ökologischen Landbau. Die Eigentümer, Georg und Kristin v. Bismarck, haben mit Überzeugung und Traditionsbewußtsein das unter Denkmalschutz stehende alte Rittergut weiterentwickelt. Ihnen ging es auch darum, die kulturelle Leistung der Vorfahren zu ehren und zu erhalten. Neben dem landwirtschaftlichen Betrieb laden heute ein Gutscafè mit Biergarten und Ferienwohnungen zum Verweilen, Entspannen und Genießen ein.

Dreht man das Rad der Geschichte zurück, dann stößt man auf eine bewegte Entwicklung:
Braunsroda gehörte schon im Jahr 1231 zu Heldrungen. Damals schenkten die Herren von Heldrungen die "Capelle zu Brunsrode mit allen deren Einkünften" dem Rittergut des heiligen Lazarus.
Der Ordenshof Braunsroda entwickelte sich zu einer selbstständigen Komturei des Lazaritenordens mit ansehnlichem Landbesitz. Zur Zeit der Verleihung des Stadtrechts an Heldrungen war Braunsroda das Vorwerk und gehörte wie Heldrungen den Grafen von Mansfeld.

Um 1660 ging das Rittergut Braunsroda in den Besitz der Familie v. Trebra über, die seit alter Zeit Burgleute der Edelherren von Heldrungen waren. Auf den Grundmauern der ehemaligen Ordenskommende Braunsroda errichtet die Familie v. Trebra das 1722 fertiggestellte barocke Gutshaus, das seine Grundform noch heute besitzt. Ab 1910 baute Hans v. Trebra das Rittergut zu einem modernen Landwirtschaftsbetrieb aus. 1945 folgte die Enteignung. Braunsroda wurde "Volkseigenes Gut".

Vorausschauend - immer auf eine Wiedervereinigung hoffend - hatte Hans v. Trebra nach der Flucht seinen drei Töchtern das Gut vererbt. Nach Einigung unter allen Erbberechtigten pachtete Georg v. Bismarck, der älteste Sohn von Adelheid v. Bismark, geb. v. Trebra, 1992 das Gut seines Großvaters von der Treuhandanstalt zurück. Dem folgten der Rückkauf des Gutshofes und eine nachhaltige Renovierung vieler z. T. unter Denkmalschutz stehender Gebäude durch Georg und Kristin v. Bismarck sowie der Kauf der Ackerflächen des Großvaters.


Heute ist das Ehepaar v. Bismarck stolz darauf, schon so viel geschaffen zu haben:
Neben dem Wiederaufbau des Gutsbetriebs haben sie in mehreren Bauabschnitten das Gutshaus rekonstruiert. Mit seinen vielfältigen Veranstaltungen wie z.B. dem monatlich stattfindenden Regionalen Bauernmarkt ist es zu einem kleinen Schmuckstück mit Ausstrahlung in der Region geworden.


www.Gutshaus-von-Bismarck.de

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